 Dresdner Taxi um 1955 |
1946 - Wie alles begann
Am 29. Juli 1946 gründeten einige ganz mutige Taxiunternehmer die Dresdner Taxi- und Mietwagen GmbH. Die Palette der Fahrzeuge reichte von Opel P4 über BMW Dixi bis hin zu noch erhaltenen Horch, Wanderer und Mercedes-Modellen.
Der Bedarf an Transportleistungen war damals sehr hoch, da sich kaum einer privat ein Fahrzeug leisten konnte. So kommt uns heute die Situation eher grotesk vor, wenn ein Arzt für seine Krankenbesuche mit einem Nachttopf voll Benzin zum Taxi kam, um eine Fahrt durchzuführen (angesichts der derzeit ständig steigenden Benzin- und Dieselpreise aber scheint auch eine solche Entwicklung durchaus wieder möglich).
1949 hatte die Genossenschaft bereits 127 Mitglieder mit 147 Fahrzeugen. Alle Fahrten, welche außerhalb des Stadtgebietes führten, mussten im Vorfeld durch die zuständige Verwaltung der Stadt genehmigt werden.
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 frühere Vermittlungszentrale |
Die 50er - Es geht voran
Nach mühsamen Verhandlungen konnten in den 50ern die ersten Fahrzeuge vom Typ Wartburg und Moskwitsch eingesetzt werden. Der Lebensstandart stieg und so wuchsen auch die Anforderungen an den individuellen Personenverkehr.
Am 1. Mai 1950 wurde in dem wiederaufgebauten Genossenschaftsgebäude an der Elsasser Straße eine neue Telefonzentrale mit 12 angeschlossenen Taxirufsäulen eröffnet.
Nur durch Tauschgeschäfte und Beziehungen konnte das Taxigewerbe aufrechterhalten werden, denn gerade durch Benzinlimitierung, Reifen- und Ersatzteilbeschaffung besserte sich die Stuation für Privatunternehmen keinesfalls. |
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 Der Wolga - ein bekanntes Taxifahzeug zu DDR-Zeiten |
In den 70ern - Einschränkung der Privaten
Zum 7. Oktober 1974, dem 25. Jahrestag der Gründung der DDR, wurde die eigenständig arbeitende Vermittung von der Taxifunkzentrale des VEB Taxi übernommen. Die Funkvermittlung der Fahrzeuge der Genossenschaft aber wurde nicht angeboten. Die sich nicht bessernde Lage und die immer enger werdenden Bandagen des Sozialismus verringerte die Beschäftigung von Taxifahrern. Viele gingen in den Westen. Neue Taxikonzessionen wurden nicht vergeben, so dass nur streng geleitete Familienunternehmen überleben konnten. |
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 Der Mercedes-Benz - meistgenutztes Fahrzeug für den Taxibetrieb heute |
Die 90er - Bestehen in der Marktwirtschaft
Mit 200 Fahrzeugen erlebte die Dresdner Taxigenossenschaft die alles verändernde und herbeigesehnte Wende im Herbst 1989.
In großer Euphorie wurde noch 1989 durch einige Unternehmen der Schritt gewagt, mit Hilfe eines EAB-Kredits in Sindelfingen einen Mercedes-Benz abzuholen. Die Ereignisse überschlugen sich. Erste Kontakte zu anderen Genossenschaften in Hamburg, Berlin, Stuttgart, Hannover und München wurden geknüpft. Alles war Neuland! Viele kluge Ratschläge sollten helfen, den schweren Schritt in die Marktwirtschaft zu gehen.
Am 1. Juli 1990 konnte nach großen Anstrengungen wieder eine eigene Taxizentrale, diesmal sogar mit Funkvermittlung eröffnet werden. Bis zum 31.12.1992 durften mit Ausnahmegenehmigung noch "bunte" Taxis eingesetzt werden. Viele Westdeutsche wünschten sich, mit einem Ost-Taxi zu fahren. Denn Wartburg, Moskwitsch oder Wolga gab es bei ihnen nicht.
Die Nachfrage nach Taxi-Leistungen ging stark zurück, denn der gelernte DDR-Bürger gab seine neue Deutsche Mark nicht unbedingt für eine Taxifahrt aus. Doch die zunehmende Zahl von Besuchern und Leihbeamten machte Hoffnung auf steigende Taxieinnahmen.
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 Die neue Taxizentrale auf der Bodenbacher Straße
 Moderne Computertechnik bietet mehr Sicherheit für die Fahrer und garantiert schnelle Auftragsvermittlung
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1992 - Die grosse Stunde
Im Juni 1992 kam für die Dresdner Taxigenossenschaft die grosse Stunde. Durch Aufgabe des Taxibereiches des ehemaligen VEB Taxi durch die Sachsengarage konnte die gesamte Zentrale und das Fahrpersonal übernommen werden. Einige Taxifahrer eröffneten eigene Taxibetriebe und der Rest der Kollegen wurde auf die bestehenden Unternehmen aufgeteilt.
Schlagartig vergrößerte sich die Anzahl der Taxis auf 600 bei 312 Unternehmen. Die ständig steigende Zahl von Kunden mit eigenem Telefon erhöhte die Funkvermittlung enorm.
Die Taxizentrale zog in einen Neubau auf der Bodenbacher Straße 122.
Die rasante Entwicklung der Technik stellte und stellt die Genossenschaft vor eine große Herausforderung, bietet aber auch enorme Chancen und Verbesserungen. Ständig wird deshalb die eingesetzte Technik aktualisiert. 1994 enstanden 6 Computerarbeitsplätze und die halbautomatische Datenvermittlung wurde eingeführt. Dank ISDN verfügt die Genossenschaft seit 1995 über ein schnelles automatisches Bestellsystem (Autobooking).
April 2002, alle Fahrzeuge sind mit GPS(Satellitenortung) ausgerüstet, ein enormer Fortschritt für die Schicherheit der Fahrer und die Vermittlungstätigkeit. |
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Die auf GPS basierende vollautomatische Vermittlung disponiert bis zu 1,2 Mill. Aufträge pro Jahr.

Online-Bestellung auf unserer Homepage
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FunkTaxi Dresden - Heute
Das neue Jahrtausend und die sich ständig entwickelnde Technik treibt auch unser Gewerbe weiter voran.
Es wurde weiter in den Ausbau unserer Zentrale investiert. So werden die über 500 angeschlossene Taxen unserer Mitgliedsunternehmen seit dem 24.06.2003 durch eine, auf GPS basierende vollautomatische Vermittlung disponiert. Seit diesem Zeitpunkt herrscht in den Fahrzeugen “Ruhe“. Das oft störende Geräusch des Funkverkehrs war verschwunden. Neue Währung (Euro) und Wirtschaftskrise sollte uns nicht von unseren Zielen abhalten. Schrittweise werden die Fahrzeuge mit Kreditkartenlesern ausgerüstet, so dass die Kundschaft auch bargeldlos mit Kreditkarte zahlen kann.
So gut die Technik auch ist, so machtlos ist man gegenüber der Natur. Im Juni 2006 legte ein Blitzschlag innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde unsere gesamte Zentrale inklusive Telefonanlage, Computer, Funkgeräte etc. außer Betrieb. Mehrer Tage war nur eine eingeschränkte Arbeit möglich und man lernte eine funktionieren Technik um so mehr schätzen.
Ein Taxi zu bestellen und den Wunsch nach einer Klimaanlage zu äußern gehört, Dank der ständigen Modernisierung des Fuhrparks, der Vergangenheit an. Seit 2010 besteht auch die Möglichkeit sein Taxi selbst „online“ unter www.taxi-dresden.de zu bestellen. Diese Form der modernen Kommunikation erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Dem Besteller wird sofort mitgeteilt welches Taxi und von welchem Halteplatz zu Ihm kommt.
Ab August 2011 haben wir eine eigene App. Diese moderne Form der Kommunikation ermöglicht eine noch schnellere Bestellung eines Taxis. Dennoch werden unsere freundlichen Stimmen in der Zentrale weiterhin zur Taxibestellung in allen Bereichen unseres Leistungsangebotes benötigt. Dank der Leistung des gesamten Teams, sind wir schon über mehrere Jahre in der Lage, jährlich ca. 1,2 Millionen Fahraufträge zu vermitteln. |